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Gute Trauerreden ohne Kitsch

Gute Trauerreden ohne Kitsch 1009 1024 Wunschredner - Dr. Tobias D. Höhn

Die Trauerrede ist das Herzstück jeder Trauerfeier. Doch was zeichnet eine gute Trauerrede aus? Die Antwort darauf ist genauso schwer wie “Was sind die schönsten Blumen?” oder “Wer ist der beste Schriftsteller?”. Aber ich drücke mich nicht vor einer Antwort!

Eine gute Trauerrede spricht Dinge aus und macht Mut

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Trost spenden, Hoffnung geben, Mut machen: Zeitgemäße Trauerfeiern mit einer Wunschrede.

Eine Trauerfeier ist ein Meilenstein im Prozess des Abschiednehmens und ein letztes Fest für den Verstorbenen. Ja, richtig: Ein Fest, wenngleich der Anlass traurig ist. Und alle Anwesenden ebenso. Umso wichtiger ist es nach meiner Überzeugung als ausgebildeter Trauerredner, dass die Trauerfeier nicht von einer bleiernen Schwere geprägt ist. Keine Totenmusik, keine balsamierenden Worte, keine Grabesmiene. Vielmehr besinnen und erinnern wir uns, sind dankbar für die gemeinsam verbrachte Zeit und würdigen die Lebensleistung. Und daher geht es in meinen Trauerreden und Trauerfeiern in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus eben nicht nur um die zurückliegenden schweren Monate, sondern ich schaue auf das gesamt Leben. Meine Reden sind Lebensreden! Trauerreden ohne Kitsch und Plattitüden, sondern mitten aus dem Leben.

Jeder Mensch hat eine Trauerfeier verdient, denn jeder Mensch hat eine Geschichte

Nach vielen Trauergesprächen kann ich eines aus vollster Überzeugung sagen: Jeder Mensch hat eine Geschichte, seine Geschichte. Und diese ist einzigartig. So höre ich immer wieder Episoden aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, die Leid und Schicksale greifbar werden lassen. Oder von der Zeit des Aufbruchs und Umbruchs in den 1950er und 1960er Jahren, in denen ich förmlich sehe, wie Häuser entstanden, Betriebe gegründet, Familien zusammengekommen sind. Dabei sind nicht die genauen kalenderischen Daten das Spannende, sondern das, was diese Zeit mit den Menschen gemacht hat und noch mehr: Was sie aus der Zeit gemacht haben. Daher bin ich der festen Überzeugung: Jeder Mensch hat eine Trauerfeier verdient. Es muss nicht pompös sein, aber ein würdiges Fest, bei dem sich alle erinnern und verabschieden können.

Überraschung im Trauergespräch

Eines ist mir in all meinen Trauergesprächen aufgefallen: Ich frage immer nach dem Kennenlernen – meist der Verstorbene der Partner meines Auftraggbers, aber auch wenn es die nächste Generation ist, so frage ich die Kinder immer, wie sich ihre Eltern denn kennengelernt haben. Und das Verblüffende: Dieser eine Moment des ersten Aufeinandertreffens – egal, ob er 10 oder 60 Jahre zurückliegt –, diesen Moment haben alle präsent. Manch einer weiß noch genau, wie die Frisur der Angebeteten war oder was sie für ein Kleid trug. Andere antworten: “Es hat einfach gepasst. Bis heute.” Und auch über diesen Satz kommen wir ins Gespräch. Denn was heißt das eigentlich? Aber auch in vielen anderen Fällen – wenn Eltern ihre Kinder beerdigen müssen oder bei Suizid: der erste Augenblick, wenn wir jemanden wahrnehmen, brennt sich in unser Gedächtnis ein.

Gute Trauerredner hören auf Details

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Die Rose als Lieblingsblume – auch in meiner Trauerrede spielt sie eine Rolle. Nicht nur als Blume.

Am Ende jedes Trauergesprächs ist mein Block voller Notizen – Lebensdaten, aber noch viel wichtiger: Details. Lebensdaten sind für mich wie die Mauern eines Hauses. Doch mehr als der Rohbau interessiert mich noch, was sich in den einzelnen Räumen abspielt. Ich schaue gemeinsam mit den Hinterbliebenen dorthin, wo das Leben spielt. Das, was zwischen den Meilensteinen Geburt – Ausbildung – Familiengründung – Rente passiert ist. Ich bin dabei ein aufmerksamer Zuhörer und interessierter Fragesteller. Denn nur so kann eine persönliche Trauerfeier gelingen, die eine Hommage an den Verstorbenen ist, ihn würdigt – auch mit seinen Ecken und Kanten (die jeder von uns hat). Und so nehme ich als Grabredner die Trauergesellschaft in meiner Rede mit auf eine Entdeckungsreise. Entdeckung deshalb, weil viel auch neue Facetten am Verstorbenen entdecken. Reise deshalb, weil wir durch die Jahrzehnte oder manchmal auch nur Monate und Stunden seines Lebens wandeln.

Und wenn der Kleingarten das Familienleben prägte, dann ist es nur richtig und gut, dass dies auch in der Dekoration durch den Bestatter aufgegriffen wird. So wie auf dem Titelbild dieses Blogbeitrages. Ich war total von den Socken, als ich Gießkanne, Harke und Gummistiefel sah. Denn ich wusste genau: So war die Verstorbene. Der Ehemann kam beim Erzählen über den Garten ins Schwärmen – und natürlich war dies auch ein Baustein meiner Rede. Für die Trauergäste ein Bild zum Greifen und Erinnern. Auch das sind gute Trauerredern: Die Arbeit Hand in Hand mit dem Bestatter und dem Friedhof.

Die Blumen und der Schriftsteller

Was eine gute Trauerrede ausmacht, habe ich aus meiner Perspektive als Wunschredner versucht zu beantworten. Fehlen noch die anderen, eingangs gestellten Fragen: Die schönsten Blumen sind für mich jene, die man von einem lieben Freund zu einem Zeitpunkt bekommt, wenn die Tage mehr grau als bunt daherkommen. Und der beste Schriftsteller ist jener, der einen aus dem Hier und Jetzt mitnimmt in eine Welt, die nicht rosarot ist (das wäre zu einfach), die aber Perspektiven aufzeigt, von einer Leichtigkeit des Seins geprägt, gesäumt von sprachlichen Aperçus und dramaturgischen Finessen – so wie das Leben.