Als Trauredner bin ich der Wunscherfüller jeder Zeremonie und habe schon einige Träume wahr werden lassen. Freie Trauung inmitten von Scheunenromantik aus dem 19. Jahrhundert, Trauung am See bei Sonnenuntergang und auch eine Trauzeremonie inmitten von Oldtimern, mit Pferden oder auf einer Almhütte. Aber Trauung auf einer Hüpfburg? Das ist schon ziemlich abgefahren. Und genau deshalb hat’s bei mir sofort klick gemacht. Nicht im Sinne von „Oh Gott, wie soll das gehen?“, sondern: „Erzählt mir mehr!“
Denn ich merkte schnell: Das ist kein Gag. Kein „Wir wollen was, was keiner hat“. Ich habe gespürt, die Hüpfburg ist ihr Ding. So wie sie sind: speziell – im positivsten Sinn. Mit unheimlich viel Herz. Und einem Humor, der nicht verletzt oder laut sein muss, um zu treffen. Diese Sorte Mensch, bei der du nach fünf Minuten weißt: Mit denen wird’s leicht. Und echt.
Die Chemie stimmte sofort. Und während wir noch darüber sprachen, wie so eine Trauung praktisch aussehen könnte (Spoiler: sehr gut), dachte ich: Hüpfburg? Crazy? Leipzig? Da kenne ich doch einen. Also habe ich Marco Lindner vom Hüpfburgenverleih Leipzig und mein Hochzeitspaar zusammengebracht, gemeinsam haben wir einen Plan ausgeheckt und ein paar „Ja klar, das kriegen wir hin“-Momente später wurde aus einer verrückten Idee ein ziemlich konkreter Plan.
Gemeinsam haben wir Yvonne und Heiko ihren Traum erfüllt: Ein Fest für Freunde und Familie, das nicht geschniegelt und glatt gebügelt sein wollte – sondern lebendig. So wie ihre Beziehung und ihre Patchworkfamilie.
Und genau da liegt für mich die Magie: Nicht die Hüpfburg ist das Besondere. Sondern das, was sie möglich macht.
Denn wenn Menschen sich trauen, ihre Art zu feiern ernst zu nehmen, passiert etwas Großes: Plötzlich ist die Trauung nicht ein Programmpunkt, sondern ein Moment, der alle abholt. Weil er ehrlich ist. Weil er passt. Und weil man spürt: Hier macht niemand etwas für Instagram. Hier macht jemand etwas fürs Herz.
Die Rede? Die war nicht clownig, nicht klamaukig, aber trotzdem mit viel herzerfrischenden Momenten und genug Sequenzen zum Lachen. Aber ebenso mit Tiefgang, denn die beiden haben vieles in ihrem Leben erlebt. Humor und Nachdenken, Tempo und Gänsehaut – und mit dieser besonderen Leichtigkeit, die entsteht, wenn man sich nicht verbiegt. Wir haben gelacht. Wir haben gestaunt. Und ja: Wir haben auch diesen einen kleinen stillen Moment gehabt, in dem plötzlich alle gemerkt haben, worum es eigentlich geht. Die Kinder spielten eine tragende Rolle.
Und wenn du jetzt gerade planst – und irgendwo in dir steckt so ein Gedanke wie: „Dürfen wir das?“, „Ist das zu verrückt?“ oder „Was denken dann die anderen?“ Dann kommt hier meine Antwort als Wunschredner: Es gibt keinen Wunsch, der „zu verrückt“ ist – wenn er zu euch passt. Traut euch! Ihr müsst niemanden kopieren. Ihr müsst keine Checkliste erfüllen. Ihr müsst nicht heiraten wie „man“ heiratet. Ihr dürft eure Geschichte feiern, so wie sie ist.
Out of the box denken ist kein Risiko. Es ist oft der direkte Weg zu einer Trauung, die nicht nur schön aussieht – sondern sich auch so anfühlt: nach euch.
Wenn ihr also eine Idee habt, die ihr euch bisher nicht getraut habt, auszusprechen: Sagt sie! Wirklich. Vielleicht wird daraus euer unvergesslicher Moment.
Und wenn ihr jemanden wollt, der nicht abwinkt, sondern anfängt zu überlegen, wie’s geht – dann meldet euch. Ich bin euer Trauredner für unkonventionelle Ideen.
Nicht umsonst bin ich der Wunschredner.
Begleitet mich auf die größte Abenteuerreise – das Leben. Mit Humor und Tiefsinn. Ich erzähle – manchmal auch mit Gästen – von großen Festen wie Hochzeit, Taufe und natürlich auch Abschied. Die Trauerfeier, letzte Fest eines Menschen auf Erden. Bei all diesen Lebensereignissen spreche ich als freier Redner – als Wunschredner.
Und alle dieser Feierlichkeiten haben eines gemeinsam: Es geht um Leben, Lieben, Lachen.
Ja, auch bei der Trauerfeier darf geschmunzelt werden. Und auch Episoden aus dem Familienleben bleiben nicht verborgen. Von der Erdbestattung eines Regenwurms bis zur Verwandlung von Wasser in Eis.