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Freier Redner gestaltet Trauerfeier – Zeitgemäßer Abschied

Freier Redner gestaltet Trauerfeier – Zeitgemäßer Abschied 1024 1024 Wunschredner - Dr. Tobias D. Höhn

Es ist noch gar nicht so lange her, da regelte der Tod auch den Abschied. Doch mittlerweile stehen Hinterbliebene vor vielen Fragen. Nicht nur der Klassiker Erd- oder Feuerbestattung, sondern auch Baumbestattung im Friedwald, Seebeisetzung oder anonymes Rasengrab? Nicht zuletzt die entscheidende Frage nach der Ausgestaltung: Kann ohne christlichen Beistand eine würdevolle Bestattung überhaupt gelingen? Braucht es wirklich eine Trauerfeier? Darf das Lieblingslied des Verstorbenen gespielt werden, auch wenn es nicht nach Trauer klingt? Ist Humor erlaubt, wo er doch so ein lustiger Kerl war? Und was macht ein freier Redner bei der Trauerfeier anders?

Viele stellen sich diese Fragen erst mit dem Verlust eines lieben Menschen. Der Tod ist immer noch ein Tabuthema. Dabei ist es das letzte Fest eines Menschen auf Erden. Und das sollte würdevoll begangen werden, ohne diesen traurigen Tag noch trauriger zu machen. Es ist höchste Zeit für eine zeitgemäße Bestattung.

Mehr Möglichkeiten beim Totengedenken

In jüngster Zeit beschäftigen sich auch die Medien verstärkt mit dem Wandel in der Bestattungskultur. Auslöser ist, dass viele Bundesländer ihre Bestattungsgesetze überarbeitet haben oder dabei sind, dies zu tun. In der Süddeutschen Zeitung heißt es unter der Überschrift „Das Land diskutiert über die Aschefrage“ (4.2.2019): „Das Überdenken des Trauerns geschieht aus gutem Grund. Gestorben wird zwangsläufig, und eine moderne Vielfaltsgesellschaft erfordert mehr Möglichkeiten beim Totengedenken. Die Beerdigung christlicher Prägung ist nicht mehr der einzige Ausdruck deutscher Bestattungskultur.“

Nach Schätzungen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter finden in Deutschland jedes Jahr rund 800.000 Bestattungen statt; rund 500.000 davon als christliche Bestattungen (jeweils zur Hälfte evangelisch und katholisch). 250.000 Bestattungen und Trauerfeiern werden durch freie Redner in enger Zusammenarbeit mit den Beerdigungsinstituten übernommen.

Die freie Bestattung ist zeitgemäß und individuell

Wenn nicht der Pfarrer die Trauerfeier hält, sondern ein freier Redner, dann heißt das auch: Die Wünsche der Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Ein guter freier Redner bringt Menschenkenntnis mit, ist offen und einfühlsam, respektvoll und souverän. All diese Eigenschaften braucht er nach meiner Überzeugung, um im hoch emotionalen Moment des Trauergesprächs – aber auch während der Trauerfeier – das Besondere des Verstorbenen zu würdigen. Ohne falschen Pathos!

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Grabredner, freie Bestattung, Erdbestattung, Feuerbestattung, Baumbestattung, Seebestattung, Rasengrab, moderne Bestattung, Trauerfeier, Trauerredner, Wunschredner, Wunschrede, Dr. Tobias D. Höhn, Leipzig, Sachsen, TauchaIch zeichne immer aus Worten ein Bild des Verstorbenen, so dass manche mitunter den Eindruck haben, wir hätten uns schon länger gekannt. Ich hole den Verstorbenen quasi für einen Moment in unseren Kreis zurück, wenn bei der Trauergesellschaft durch meine Worte positive Erinnerungen wach werden. Momente vergangener Jahre oder Jahrzehnte, die den Verstorbenen in vielen Rollen und Lebenslagen charakterisieren. Dazu gehört es für mich auch – wie bei allen anderen Zeremonien auch – möglichst frei zu sprechen. Denn neben den wichtigsten Lebensstationen steht vor allem der Mensch mit seinen Geschichten im Mittelpunkt. Und dies sollte nicht steif abgelesen werden wie in einem Vortrag, sondern lebendig und plastisch erzählt werden. Das ist in meinen Augen der größte Unterschied zu kirchlichen Bestattungen: Der Mensch und sein Leben stehen im Mittelpunkt der Trauerfeier, nicht der Glauben, nicht die Kirche. Aber selbstverständlich können auch in freien Zeremonien Gebete einfließen – wenn es die Hinterbliebenen wünschen.

Zu jedem Abschied gehört eine Trauerfeier

Der Spiegel“ machte schon 2016 einen Trend zu kostengünstigen Bestattungsvarianten aus – auch als Folge des kulturellen Wandels. Waren einst tiefer Glaube, starke familiäre Bindung und Verwurzelung in der lokalen Gemeinschaft vorherrschend, nehmen heute Individualisierung, Atheismus und Anonymität zu. Nicht zu vergessen auch der ökonomische Faktor: Sterben kostet Geld (auch wenn mache, gerade im Netzt kursierende Zahl übertrieben ist). Die Trauerfeier mit einem freien Redner ist dabei einer der wohl geringsten Kostenposten.

Aber sie erlaubt Angehörigen, Freunden und (ehemaligen) Kollegen etwas ungeheuer Wichtiges: Abschied zu nehmen. Ein elementarer Bestandteil des Trauerprozesses. Mit einem freien Redner lässt sich die Trauerfeier individuell ausgestalten. Und ja, es ist natürlich auch ein Schmunzeln erlaubt, wenn die ein oder andere Geschichte aus einem erfüllten Leben erzählt wird. Gerade das ist es, wie mir viele Angehörige immer wieder mitteilen, was ihnen Kraft gegeben hat. Dass es würdig und würdevoll war, ich aber eben nicht zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt habe.

Trauerredner in Leipzig und Umgebung

Als Trauerredner in Leipzig und Umgebung – auf Wunsch auch bundesweit – begleite ich als ausgebildeter freier Redner (IHK) Familien und Angehörige vor und an diesem wichtigen Tag des Abschiednehmens. Gemeinsam entwickeln wir dazu eine individuelle Zeremonie. Dazu gehört natürlich die individuelle Rede als Kernstück, aber auch eine symbolische Handlung ist möglich – vom Anzünden von Kerzen über die Formulierung von Wünschen bis hin zum Aufsteigenlassen von Luftballons. Auch bei der Musikauswahl sind fast keine Grenzen gesetzt. Von Klassik über Pop bis Rock – es sollte zu dem Verstorbenen passen. Denn es ist sein letztes Fest, das wir feiern. Und da sollte man sich nicht verbiegen (lassen).